Value Bet
Dieser Begriff bezieht sich auf Einsätze, ungeachtet ob im Poker oder bei Sportwetten, dessen Gewinnquote höher ist als die Gewinnwahrscheinlichkeit. Casinospiele, wie Roulette, Black Jack und andere, bieten grundsätzlich nur Einsatzmöglichkeiten, bei denen dieses Verhältnis umgekehrt, also zu Gunsten des Betreibers, ausfällt. (Die einzig bekannten Ausnahmen wären Card-Counters beim Black Jack und - möglicherweise - Kesselgucker beim Roulette.)
Im Falle von Sportwetten ist es grundsätzlich sehr schwer, eine Gewinnwahrscheinlichkeit in exakten Prozentsätzen auszudrücken. Doch nehmen wir an, alle verfügbaren Informationen verweisen darauf, dass ein bestimmtes Rennpferd, unter den gegebenen Voraussetzungen, über eine Gewinnchance von 60% verfügt. Die Buchmacher legen den Kurs aber pari (1 zu 1 bzw. 2,0). Das würde bedeuten, dass du, in zehn vergleichbaren Situationen, sechsmal einen Einsatz gewinnen würdest, während du viermal verlierst. Also, in zehn Durchgängen hättest du zwei Einsätze - oder 0,2 Einsätze pro Rennen - Gewinn.
Wie gesagt, nicht nur, dass es im Sport äußerst schwierig ist, einen wirklichen Prozentsatz zu errechnen, da zu viele unbekannte Faktoren im Spiel sind, meist gelingt dies ohnehin nur mit Hilfe von Insiderinformation, andernfalls die Buchmacher üblicherweise über die besten Quellen verfügen. Anders am Pokertisch!
Bevor wir besprechen, für welche spezielle Art von Einsatz dieser Begriff üblicherweise eingesetzt wird, widmen wir uns nochmals kurz dem Grundprinzip und zwar ungeachtet, ob es sich um ein
Value-Bet oder ein Value-Raise handelt. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird damit nämlich ein Einsatz am River bezeichnet, der unter ganz bestimmten Voraussetzungen gewinnbringend ist.
Trotzdem, die gleichen Prinzipien treffen bereits vor dem Flop zu.
Hast du zwei Könige vor dir liegen, dann weißt du, dass du gegen jedes andere Blatt, ausgenommen A-A, deutlicher Favorit bist. Vor dem Flop gibt es logischerweise kein Bet, sondern nur Call oder Raise. Wenn du jetzt mit K-K erhöhst, dann möchtest du einen Call. Erhöhst du Potsize, kriegt der Gegner für seinen Call Odds von 2 zu 1. Seine Gewinnchance ist in den meisten Fällen aber deutlich schlechter, ausgenommen A-x (knapp schlechter als 2 zu 1) und natürlich A-A, womit er klarer Favorit wäre.
Ähnliche Situationen ergeben sich während der folgenden Einsatzrunden, wenn immer du davon ausgehen kannst, dass deine Gewinnwahrscheinlichkeit günstiger ist als die Odds für den Gegner.
Wie sieht es nun am River aus, wenn du über ein Blatt verfügst, von dem du annimmst, dass es das bessere ist, du aber trotzdem geschlagen sein könntest? Hier geht es darum, die Wahrscheinlichkeiten abzuwägen.
Nur zur Klarstellung, wenn du über die Nuts verfügst oder zumindest beinahe unschlagbar bist, dann sprechen wir nicht von Value-Bet. Dann versuchst du schlicht, das Potvolumen zu vergrößern.
CHANGE-THEORIE.COM ist bisher kostenfrei. Ich stelle diese Seite Jedem zur Verfügung der Spaß am Wetten hat. (und natürlich Prognosen zum Nulltarif) Wenn du regelmäßig einen konstanten Betrag auf meine Tipps setzt machst du dauerhaften Gewinn. Selbstverständlich kann auch mal ein Tipp falsch liegen, denn noch bin ich kein Hellseher. (schade eigentlich)
Tipp: Im Allgemeinen gilt Wahrscheinlichkeit X Quote : 100 = x
Falls x einen Wert über 1,0 hat, dann machst du auf Dauer Gewinn. (nennt man auch Valuebet s.O.)
Das Problem ist nur die Wahrscheinlichkeiten zu kennen. Diese kann man aus Statistiken usw. berechnen. Wahrscheinlichkeitsangaben aus Zeitschriften sind oft sehr schlecht. Aus meiner Erfahrung sehr ungenau und nur Statistikbezogen. Suche dir immer die optimalsten Quoten aus, um nicht unnötig Geld zu verschenken. ( Warum bei einer 1.75 Quote bei Oddset investieren wenn das gleiche Ereigniss bei Betfair eine 2.1 Quote verspricht? )
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